Verbandsgeschichte

Der Bund der Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen blick auf eine wechselvolle Geschichte zurück.

Von Beginn an war ein Grund für den Zusammenschluss, dass die Vertriebenen unter Schicksalsgefährten versuchten, die schrecklichen Erlebnisse von Flucht und Vertreibung zu bewältigen. Neben der Pflege ihrer Kulturtraditionen war dies die einzige Möglichkeit, neue Hoffnung zu schöpfen. Psychologische Hilfe für Traumatisierte gab es nicht.

Da die Vertriebenen vor dem Nichts standen, waren über lange Zeit soziale Fragen im Mittelpunkt. Einige Erfolge konnten hierbei erzielt werden. Zuletzt gelang es, für jahrzehntelange Zwangsarbeit namentlich von Frauen und Kindern, eine kleine finanzielle Anerkennung zu erreichen. Noch nicht gelöst ist die Rentenproblematik für Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, die wichtigste soziale Frage der Gegenwart.

Schon früh erwiesen die Vertriebenen Weitblick. In ihrer Charta von 1950 sprachen sie Gedanken aus, die bisher noch niemand formuliert hatte.

Ihnen war klar, dass der Weg zu Frieden und Freiheit nur dauerhaft zu gewinnen sei, wenn die Völker zu einem Miteinander finden. Deshalb traten sie ein für ein geeintes Europa und verzichteten auf Rache und Geltung. Die Charta bleibt auch heute Wegweisung für die deutschen Heimatvertriebenen und ist eine Mahnung, Vertreibung, ethnische Säuberung, den Raub der ausgestammten Heimat weltweit anzuklagen, damit diese künftig geächtet werden.

Der Vorsitzende

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Rudi Pawelka

Vorsitzender