80 Jahre Vertriebenenlager Wellersberg
80 Jahre Eröffnung – 75 Jahre Schließung
Vor 80 Jahren wurde das Vertriebenenlager Wellersberg in Siegen als Flüchtlingslager eröffnet. Das Lager diente der Aufnahme, Registrierung und Weiterleitung von Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Region kamen. Rund 1.500 Plätze standen zur Verfügung. Untergebracht wurden unter anderem Heimkehrer, evakuierte Siegener Familien, Vertriebene aus Schlesien und ab 1947 verstärkt Flüchtlinge aus der sowjetisch besetzten Zone. Bis zur Schließung am 31. Oktober 1951 fanden dort mehr als 300.000 Menschen Aufnahme.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Eröffnung und des 75. Jahrestages der Schließung lädt der BdV Kreisverband Siegen zu einer Gedenkveranstaltung ein:
Samstag, 14. November 2026
um 13:00 Uhr
im Atriumsaal der Siegerlandhalle
Zum Programm:
Unter dem Leitgedanken „Gedenken – Einordnen – Erinnern: Menschen & Perspektiven“ widmet sich die Veranstaltung der Geschichte des Wellersbergs und der Zuwanderung ins Siegerland nach 1945.
Schirmherr ist Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein. Eingeladen ist zudem Heiko Hendriks, Landesbeauftragter für Heimatvertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler. Als Gastredner wird sich Matthias Kirchbach in seinem Vortrag der Zuwanderung ins Siegerland ab 1945 widmen. Liedbeiträge vom MGV 1848 Salchendorf e. V. unter der Leitung von Michael Bertelmann ergänzen das Programm.
Begleitend zur Gedenkveranstaltung wird die Wanderausstellung „Mitgenommen – Heimat in Dingen“ des Hauses des Deutschen Ostens gezeigt. Sie rückt persönliche Erinnerungsstücke in den Mittelpunkt und verbindet die Geschichte von Flucht, Vertreibung und Ankunft mit den individuellen Lebensgeschichten ihrer Besitzer.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und die begleitende Ausstellung zu besuchen.
