Der Hitler-Stalin-Pakt vom August 1939 in der deutschen Erinnerungskultur

Vortragsveranstaltung im Rahmen des Wenzel-Jaksch-Forums 2026

am 27. November 2026 um 19:00 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf

Vortrag von Prof. Dr. Manfred Kittel

Der Pakt zwischen dem deutschen Diktator Adolf Hitler (1889–1945) und dem sowjetischen Diktator Josef Stalin (1878–1953), der am 23. August 1939 in Moskau von den beiden Außenministern der Partnerstaaten unterzeichnet wurde, war formal ein Nicht-Angriffs-Abkommen. Im berüchtigten, bis 1945 geheimen Zusatzprotokoll indes wurde eine weitreichende Neuaufteilung der Territorien des östlichen Mitteleuropa vereinbart und bald darauf mit kriegerischen Mitteln umgesetzt.

Im öffentlichen (Geschichts-)Bewusstsein in Deutschland wird der auf brutale Expansion ausgerichtete Vertrag zumeist mit der wenige Tage später beginnenden militärischen Zerschlagung Polens in Verbindung gebracht. Das ist zwar richtig, der Umstand jedoch, dass auch die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie das benachbarte Finnland in drastischer Weise betroffen waren, ist meist ungleich weniger bekannt. 

Prof. Dr. Manfred Kittel, als Experte für die Geschichte des ostmitteleuropäischen und osteuropäischen Raums seit langem ausgewiesen, nimmt den Hitler-Stalin-Pakt noch einmal genauer in den Blick und analysiert ihn insbesondere hinsichtlich der von der Sowjetunion dabei verfolgten Absichten. Dabei kann er nicht zuletzt Kontinuitätslinien zur früheren imperialen Politik des russischen Zarenreichs aufzeigen. Eine derartige Analyse hilft auch dabei, die derzeitige Außenpolitik Russlands besser zu verstehen.

Eine Vortragsveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus.

Beitragsbild: ThoralfSchade, Das geheime Zusatzprotokoll vom 23. August 1939 zum Nichtangriffspakt zwischen NS-Deutschland und der Sowjetunion, Wikimedia Commons, 2022. Bearbeitet/zugeschnitten durch BdV NRW. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Bild Referent: Prof. Dr. Manfred Kittel, G-H-H.