Gemeinsam für Erinnerung und Zukunft: Landestreffen der drei Landsmannschaften feiert erfolgreiche Neuauflage
Am 12. Juli 2026 fand auf Schloss Burg in Solingen erstmals seit 2019 wieder das gemeinsame Landestreffen der Landsmannschaften Ostpreußen, Schlesien und Pommern in Nordrhein-Westfalen statt. Zahlreiche Gäste erlebten einen abwechslungsreichen Tag im Zeichen von Erinnerung, Begegnung und gelebter Kultur.
Nach der Begrüßung durch Klaus Arno Lemke folgten die Grußworte der Landsmannschaften, des BdV NRW sowie des Ersten Bürgermeisters der Stadt Solingen, Lukas Schrumpf, der stellvertretend für die drei Eigentümerstädte Solingen, Remscheid und Wuppertal sprach. Musikalisch begleitet wurde das Festprogramm von den Geigenleut‘ und dem Trompeter Dirk Pawelka. Ein Höhepunkt des Vormittags war der Festvortrag von Prof. Dr. Heidi Hein-Kircher unter dem Titel „Bücher bauen Brücken“, in dem sie die Arbeit der Martin-Opitz-Bibliothek und ihres An-Instituts vorstellte.
Das Kulturprogramm am Nachmittag wurde eindrucksvoll von den Fahnenschwingern der Schlesischen Trachten- und Jugendgruppe Altvater/Rübezahl Iserlohn eröffnet. Musik, Chorgesang und das gemeinsame Singen der Heimatlieder machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis. Dank des Veranstaltungsortes Schloss Burg wurden auch zahlreiche Tagesgäste auf das Programm aufmerksam und kamen mit den Landsmannschaften ins Gespräch. Damit konnte die Geschichte und Kultur der deutschen Heimatvertriebenen einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht werden.
Mit einem erweiterten Familien- und Kinderprogramm richtete sich das Landestreffen in diesem Jahr bewusst auch an die Enkel- und Urenkelgeneration. Der generationsübergreifende Austausch zwischen der Erlebnisgeneration und jungen Menschen machte die Veranstaltung zu einem gelungenen Beispiel moderner Erinnerungsarbeit und nachhaltigen Kulturerhalts.
Der Landesverband dankt allen Mitwirkenden und Unterstützern. Ein besonderer Dank gilt dem Schlossbauverein Burg an der Wupper, den Eigentümerstädten Solingen, Remscheid und Wuppertal sowie dem Land Nordrhein-Westfalen, dessen Förderung die Durchführung des Landestreffens erst ermöglicht hat.
Die gelungene Neuauflage hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig solche Begegnungen für den Erhalt des kulturellen Erbes und die Weitergabe der Geschichte an kommende Generationen sind.
