Volles Haus bei Lesung mit Peggy Patzschke im Gerhart-Hauptmann-Haus

Düsseldorf, 22. Mai 2026 

Auf großes Interesse stieß die Lesung der Journalistin, Moderatorin und Autorin Peggy Patzschke am 22. Mai 2026 im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf. Der Veranstaltungssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Autorin ihren Roman „Bis ans Meer“ vorstellte und das Publikum auf eine bewegende Reise durch Vergangenheit und Gegenwart mitnahm.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Landesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien und des BdV Landesverbandes NRW, Rudi Pawelka, die zahlreichen Gäste. In seinem Grußwort unterstrich er die Bedeutung der Erinnerungskultur und machte deutlich, wie wichtig es sei, die Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Neuanfang an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Gerade persönliche Familiengeschichten und literarische Zeugnisse wie „Bis ans Meer“ könnten dazu beitragen, Geschichte lebendig zu halten und das Verständnis für die Schicksale der Betroffenen zu fördern.

In ausgewählten Textpassagen ließ Peggy Patzschke die Geschichte ihrer Protagonisten lebendig werden. Begleitet von einer fein abgestimmten Bilderwelt entstand eine besondere Atmosphäre, die die Zuhörerinnen und Zuhörer emotional berührte und nachhaltig beeindruckte

Der Roman „Bis ans Meer“ basiert auf einer wahren Familiengeschichte und verbindet die Schicksale dreier Generationen. Im Mittelpunkt stehen die Flucht aus Schlesien im Winter 1945, die Folgen von Krieg und Vertreibung sowie die spätere Suche nach familiären Wurzeln und verborgenen Erinnerungen. Dabei entfaltet sich eine Geschichte über Verlust, Hoffnung, Liebe und die Kraft des Erinnerns.

Musikalisch begleitet wurde die Lesung vom virtuosen Musiker Winfried Küttner, der mit Piano und Akkordeon eindrucksvolle Akzente setzte und die literarischen Passagen atmosphärisch untermalte. Einen besonderen Moment des Abends bildete das gemeinsam mit dem Publikum angestimmte Lied „Die Fischer von Capri“, das den Saal erfüllte und die verbindende Kraft von Musik, Erinnerung und gemeinschaftlichem Erleben eindrucksvoll sichtbar machte.

Winfried Küttner

Im anschließenden Gespräch nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zum Austausch mit der Autorin über die historischen Hintergründe des Romans, persönliche Familiengeschichten und die Bedeutung von Erinnerungskultur in der Gegenwart. Auf großes Interesse stieß auch die anschließende Signierstunde, bei der Peggy Patzschke viele persönliche Gespräche führte und zahlreiche Exemplare ihres Romans für die Besucherinnen und Besucher signierte.

Die Veranstaltung war eine Kooperation des BdV Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und der Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe NRW. Ein besonderer Dank gilt Helmut Erlebach, dessen Initiative den Anstoß für die Zusammenarbeit und die Durchführung dieses gelungenen Abends gegeben hat. 

Mit der Veranstaltung setzte der BdV Landesverband NRW seine Reihe kultureller und gesellschaftspolitischer Beiträge fort und schuf erneut einen Raum für Begegnung, Erinnerung und Dialog zwischen den Generationen.

Die Veranstaltung wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.                                                   

(Bilder BdV NRW)