IM HERZEN TAURIENS: Die Geschichte der Krimdeutschen

Einladung zur Vortragsveranstaltung

„IM HERZEN TAURIENS: Die Geschichte der Krimdeutschen“

16. Oktober um 18:00 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf 

Der Historiker und Masterstudent Peter Harder B.A., selbst Nachkomme von Krimdeutschen, nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch die wechselvolle Geschichte der Deutschen auf der Krim.

Die Geschichte der Krimdeutschen erstreckt sich über zwei Jahrhunderte. Ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts kamen deutsche Siedler infolge der Anwerbung durch die Zaren auf die Halbinsel Krim. Im Laufe des Jahrhunderts folgten weitere Ansiedlungswellen, sodass die Zahl deutscher Siedlungen bis zum Ersten Weltkrieg stetig anwuchs. Auf der Krim machten die deutschen Kolonisten Land urbar und prägten die landwirtschaftliche Entwicklung der Halbinsel mit. Dabei brachten sie Kenntnisse und Erfahrungen aus ihren Herkunftsregionen ein und passten diese an die Bedingungen des Schwarzmeergebietes an. Zugleich waren sie Teil der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Zarenreiches, etwa während des Krimkrieges. Das 20. Jahrhundert brachte tiefgreifende Umbrüche: Erster Weltkrieg, Bürgerkrieg, Hungersnöte, Repressionen und schließlich die Deportation gen Osten während des Zweiten Weltkrieges veränderten das Schicksal der Krimdeutschen grundlegend.

Der Vortrag gibt einen Einblick in die geschichtlichen Entwicklungen, die Lebenswelten, Leistungen und das Schicksal der deutschen Kolonisten auf der Krim. Der BdV Landesverband NRW möchte mit der Veranstaltung dazu beitragen, dieses wichtige, heute vielfach wenig bekannte Kapitel der Geschichte der Deutschen im östlichen Europa sichtbar zu machen und das Wissen darüber an ein breites Publikum weiterzugeben.


Kooperationspartner: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen