Vertriebenengedenktag auf Schloss Burg würdevoll begangen
Der Bund der Vertriebenen Nordrhein-Westfalen beging am 20. Juni im Batterieturm auf Schloss Burg in Solingen den diesjährigen Vertriebenengedenktag. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und den Landsmannschaften nahmen an der würdevollen Gedenkstunde teil.

Der Batterieturm auf Schloss Burg in Solingen: eine würdige Kulisse zum Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung (Foto: BdV NRW)
Nach der Europahymne, eingeleitet durch ein Trompetensolo, begrüßte Landesvorsitzender Rudi Pawelka die Anwesenden. Zu den Gästen zählten Ionna Zacharaki, Bürgermeisterin der Stadt Solingen, Heiner Fragemann, Bürgermeister der Stadt Wuppertal, Kai Kaltwasser, Bürgermeister der Stadt Remscheid, Gregor Ahlmann, Vorsitzender des Schlossbauvereins sowie Prof. Dr. Igor Epstein vom Jüdischen Forum in der CDU NRW. Die Landsmannschaften wurden durch Klaus Arno Lemke (Ostpreußen), Detlef Lindemann (Pommern) und Roman Friedrich (Deutsche aus Russland) vertreten. Für die drei bergischen Städte sprach Bürgermeister Heiner Fragemann und würdigte die wichtige Erinnerungs- und Kulturarbeit.

Der Landesvorsitzende mit den drei Vertretern der Eigentümerstädte (Foto: BdV NRW)
In seiner Ansprache legte Pawelka einen besonderen Schwerpunkt auf das Schicksal der Sudetendeutschen. Anlass war der kurz zuvor in Brünn abgehaltene Sudetendeutsche Tag. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die historischen Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Heimatverlust und betonte die Bedeutung einer ehrlichen und ausgewogenen Erinnerungskultur. Dabei hob er hervor, dass das Gedenken nicht der Schaffung neuer Gegensätze diene, sondern den Opfern eine Stimme geben und zur Verständigung in Europa beitragen solle.

Symbolisch für die Opfer von Flucht und Vertreibung: die Figur im Batterieturm (Foto: BdV NRW)
Den Abschluss der Gedenkstunde bildeten die Kranzniederlegungen, begleitet vom „Lied vom guten Kameraden“, eine Schweigeminute sowie die deutsche Nationalhymne. Besonders bewegend empfanden viele Teilnehmer das Geläut der historischen Glocken aus Breslau und Königsberg im Glockenturm von Schloss Burg.

v.l.n.r.: Klaus Arno Lemke, Prof. Dr. Igor Epstein, Detlef Lindemann, Roman Friedrich, Rudi Pawelka, Heiner Fragemann, Ioanna Zacharaki, Kai Kaltwasser (Foto: BdV NRW)
Der BdV Nordrhein-Westfalen dankt allen Gästen und Mitwirkenden für ihre Teilnahme und setzt sich weiterhin im Sinne der Charta für Erinnerung, Verständigung und ein friedliches Europa ein.
